Hungrige Kätzchen und langbeinige Schönheiten

Wie ich schon Gestern angedeutet habe, ging es bereits an Tag zwei hinaus in die Wildnis und ab zu den Tieren. Insgesamt waren wir ca. zehn Personen, die am frühen Nachmittag in verschiedenen Autos oder wahlweise mit dem Motorrad zu der etwa eine dreiviertel Stunde entfernten Düsternbrook Safari Gästefarm aufgebrochen sind.

(Leider sind nicht so viele Bilder im Artikel wie geplant. Ich kriege die durch das super langsame W-Lan nicht hoch geladen. Werde die Fotos aber später ergänzen!) 🙂

Nachdem ich den Vormittag noch am bzw. im Pool verbracht habe, hat es dann die komplette Fahrt nicht nur geregnet, sondern geschüttet wie aus Eimern… Ich hatte natürlich keine Regenjacke dabei, sondern nur einen leichten Pulli, der mir aber nicht wirklich geholfen hätte, wäre es bei diesem Wetter geblieben. Die armen Männer auf dem Motorrad haben übrigens einen ziemlich nassen Arsch gekriegt – da war ich im trockenen Auto doch deutlich besser aufgehoben.

In Düsternbrook angekommen war dann aber die Sonne zurück und wir haben uns direkt zu den anderen in die kleineren Safariautos gesetzt und schon ging es los zu den großen Schmusekatzen. Ich hatte kein Glück und saß neben einem deutschen Touri-Paar ende mittleren Alters, dass ihre Mentalität so gar nicht zu Hause lassen wollte. Erstmal meckern… Die beiden gehen unter Garantie – da verwette ich meinen Rucksack drauf – zum Lachen in den Keller. 🙂 Naja, zurück zu den Katzen bzw. zur ersten Katze, ein Leopard. Was für ein unglaublich schönes Tier! Der Guide hatte eine große Schale Fleisch dabei, mit der er das Kätzchen bis zu einem Meter an das Auto heranlocken konnte. Kommentar meiner Sitznachbarin: „Und was ist hier jetzt anders als im Zoo?“ Sie würde wohl niemals meine Freundin werden. Ich sage nur, Jammern auf ganz hohem Niveau! Der Leopard, das war schon toll, noch besser wäre es ohne die Angstschreie der Mädels hinter mir gewesen. 😉 Klar war das gefährlich, aber auch unglaublich spannend, diesem kräftigen Lebewesen so nah zu kommen.

Danach ging es eine Nummer kleiner und mit zwei Geparden weiter. Nachdem wir den Zaun zu ihrem Gehege passiert haben, liefen die beiden schon hungrig neben unserem Auto her. Eins ist klar, die beiden wussten ganz genau was Sache ist. Wie der Guide uns erklärte, waren diese zwei eher wie Hunde. Er fütterte sie, streichelte sie, ganz anders als noch beim ersten Kätzchen. Bei dem lauteten seine Worte: „Never trust a Leopard!“ 😉 Die schwarzen Striche an den Augen der Geparden seien übrigens so etwas wie ihre Sonnenbrille – na wenn er das sagt…

Nach den Katzen fuhren wir erst einmal zurück zum Ausgangspunkt und dann ging mit zwei Autos in unterschiedlicher Richtung der Game Drive los, um möglichst viele der anderen Tiere zu Gesicht zu bekommen. Und zu den Hippos ging es direkt als erstes… an einem großen Wasserloch, das einfach von der Umgebung her schon absolut atemberaubend war, konnten wir dann aber leider nur die Köpfe und diese auch nur ziemlich weit entfernt im Wasser sehen. Aber immer haben sie uns sozusagen einmal zugerufen. 🙂

Nachdem unser Guide fast noch ein knallbuntes Chamäleon überfahren hätte, sind uns allerhand Oryxe, Kudus, Warzenschweine und „Bush Chicken“ über den Weg gelaufen. Letztere wirken ähnlich verpeilt und dümmlich, wie unsere Hühner. Die rennen da halt irgendwie überall so rum. 😉

Mein persönliches Highlight waren ehrlich gesagt die sieben Giraffen, die sich, trotz ihrer Größe, ziemlich plötzlich vor uns aufgetan haben. Wenn diese riesigen Tiere so dastehen – sie zählen übrigens zu den größten Landtieren der Welt – herrscht irgendwie direkt eine ganz außergewöhnliche Ruhe. Das ist wohl ihre Ausstrahlung – sanft und gleichzeitig so riesengroß. Wenn die Giraffen sich allerdings in Bewegung setzen, ist das schon wieder irgendwie lustig, denn es sieht ein bisschen so aus als hätten sie ganz schlimm Arthrose… Eine vernünftig durchgesprungene Galoppade sieht auf jeden Fall anders aus! Ein weiteres sehr altes Giraffenmännchen begegnete uns noch auf dem Weg zurück zur Farm. Es überkreuzte seelenruhig die Straße und kaute danach genüsslich an ein paar Bäumen herum. Wenn Giraffen so von einem wegschreiten, sehen Sie ebenso anmutig aus. Aber, das seht ihr ja auf den Bildern…

Am Ende der Tour stand dann noch eine ganze Herde Gnus am Wegesrand, die zwar an sich nicht die Hübschesten sind, von denen mir aber doch noch das eine oder andere gute Foto gelungen ist. (Lade ich hoch sobald ich besseres Netz habe) Zurück im Hostel waren wir alle wirklich total begeistert. Es war circa 20 Uhr und wir haben in einer recht kurzen Zeit und für insgesamt circa 50 Euro wirklich eine Menge zu sehen bekommen. Auch wenn sich die Rhinos leider vor uns versteckt gehalten haben, aber ich denke es gibt eine weitere Chance für mich, sie in den kommenden Wochen in Namibia zu sehen. Nach dem Game Drive habe ich erst einmal zwei Tage entspannt, ein bisschen für euch geschrieben und die ganzen Fotos sortiert.

Morgen geht es auf eine dreitägige Campingtour nach Sossusvlei, von der ich euch im Anschluss gerne berichten werde.

In diesem Sinne…

Meer geht immer.

Anna

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