Lass‘ mal nach Australien – Ostküstenweiberkrams

Am 23. Juli sollte es endlich wieder losgehen mit mir und „Baden um die Welt“ und die Vorfreude bezüglich des Starts meiner Weltreise Part II war riesig. Meine Wunde war fast vollständig zugeheilt und auch meine Lieblings-Julia war bereit für unseren gemeinsamen Trip entlang der Ostküste des fünften Kontinents. Losgehen sollte es in Cairns und da Julia ihren Flug bereits vor meiner Rückkehr nach Deutschland gebucht hatte und ich spontan circa 14 Tage vor Abflug, flogen wir zunächst getrennt voneinander ans andere Ende der Welt.

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Die Uschis in Australien! 🙂

Meine Flüge ging am Montagabend um 21:30 Uhr von Hamburg nach Dubai, von dort nach Brisbane und weiter nach Cairns. Es war also Mittwoch 11:15 Uhr australischer Zeit (+8 Stunden), bis ich mein Ziel erreichte – was für ein Ritt… Julia flog am Dienstagvormittag ab Frankfurt und landete rund 12 Stunden nach mir. Unser Treffpunkt war das Gilligan’s in Cairns – ein Partyhostel. Das konnte ja was werden…

Cairns

Ich hatte also nach meiner Ankunft im Hostel noch Luft, bis mein „Reisebuddy“ auftauchte und nutzte die Zeit um mich ordentlich auszuschlafen. Was die Zeitverschiebung und die Reisestrapazen anging hatte ich also einen entscheidenden Vorteil. Als dann auch Julia ankam, war es bereits mitten in der Nacht und unsere erste gemeinsame Amtshandlung waren ein Döner und ein Bunderberg.

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@ Cairns

Immerhin war das Getränk australisch… danach ging es ins Bett und wir schliefen uns erstmal aus. Das war gar nicht so leicht, wie ursprünglich gedacht, denn unsere sechs noch recht jugendlichen Zimmergenossen aus Deutschland waren anscheinend nur zum Party machen nach Australien gereist. Samt ihrer circa zehn „Freunde“, die gemeinsam mit ihnen Tag und Nacht besoffen und bekifft in unserem Zimmer oder auf dem Balkon rumlungerten. Als wäre das nicht genug, führte der Weg durchs Zimmer und zu unseren Betten stets durch den Berg an Krams samt Unterwäsche, der da so verteilt zwischen den Herrschaften rumlag. Ich bin auch wirklich nicht der ordentlichste Mensch der Welt, aber die hätte ich wirklich alle gerne mal an die Wand gehauen.

Naja, davon ließen wir uns natürlich die Laune nicht verderben und machten uns am kommenden Mittag auf die Suche nach etwas Günstigem zum Essen. „Guter Witz“, denken jetzt sicher alle, die bereits in Australien gewesen sind – günstig… Hahaha! Dass eine Australienreise kein Schnäppchen ist, war uns natürlich klar, aber die Preise für ein einfaches Chinagericht von der Ecke hatten sich gewaschen. Gut das wir später feststellten, dass die Portionen dafür entsprechend groß sind und somit eine auch locker für uns zwei gereicht hätte. Für uns führte also der nächste Gang in den Supermarkt, denn ab nun war kochen und Sandwiches schmieren angesagt. Außerdem wollten wir auch im Bezug auf Alkohol nicht bezahlen, was unsere Hostelbar so im Angebot hatte. Nachdem wir uns also mit allerhand Zeugs für das leibliche Wohl, Wein aus dem Tetrapack, dem einen oder anderen Cider und Plastikbechern ausgestattet hatten, ging es an die Planung unserer Tage in Cairns und generell unserer Zeit in Australien.

Eins war natürlich klar, wir wollten zum Great Barrier Reef und dafür ist Cairns bereits ein guter Ausgangspunkt. Nachdem wir uns also über das beste Wetter informiert und einige Preise verglichen hatten, buchten wir eine Tagestour zum Riff. Außerdem wollte ich unbedingt in den rund 200 Kilometer entfernten Daintree Rainforest. Auch hier war die Tour kein Schnäppchen und somit buchten wir uns sozusagen auf den allerletzten Drücker – kurz vor Ladenschluss – ein Auto für den Folgetag, das wir auf eigene Aussage bereits vor Ladenöffnungszeit abholen wollten. Ich wette, Julia würde schmunzeln, wenn sie das liest. Wir und Pläne… 🙂 Naja, der Entschluss stand fest und genug Proviant für unseren Regenwald-Tag hatten wir bereits besorgt.

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@ Cairns Promenade

So weit, so gut… wir schnappten uns unseren Alkohol und wollten unseren ersten richtigen gemeinsamen Abend gemütlich an der Promenade ausklingen lassen. Das hat auch zunächst hervorragend geklappt, bis wir dann doch den einen oder anderen Wein zu viel intus hatten. So wie wir waren – ungeschminkt und in den Klamotten des Tages – versuchten wir also in den hosteleigenen Club zu kommen. Aber… ohne Passport, keine Party! Wir also ins Zimmer und unseren Pass geholt, damit der Abend so richtig losgehen konnte. In Australien kommt man übrigens ohne Pass in keinen Club, teilweise nicht einmal in eine Bar. Nur so zur Info. Und es ist nicht nur so, dass der Pass beim Eintritt gescannt wird, nein, man wird auch noch fotografiert. Wer hat sich das bitte ausgedacht? Ist ja schlimmer als diese Partyfotografen! Naja, alles in allem haben wir ein wenig mit total verrückten Australiern gefeiert. Ein sehr lustiger Abend, der allerdings zu erst recht früher Morgenstunde endete. 😉

Reichlich verkatert folgte also der nächste Morgen an dem wir uns nach dem Sandwiches schmieren in Richtung Autovermietung aufmachten. Natürlich gut eine Stunde nach Ladenöffnung – natürlich! Hauptsache erstmal Stress machen. 🙂 Nachdem ich mit reichlich Kaugummis bewaffnet die Details geklärt hatte saßen wir also in unserem kleinen Auto – Gott sei Dank mit Automatik. Ich fuhr an diesem Tag nämlich erstmals auf der „falschen“ Straßenseite. Mit DJ Julia und ihrer 90er Playlist an meiner Seite, sollte diese Herausforderung allerdings gut zu meistern sein und zum Glück ging es der Fahrerin auch nicht ganz so schlecht, wie der Beifahrerin…

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@ Daintree Rainforest

Ich hatte mich auf eine entspannte Fahrt gefreut, denn wie sagt man so schön… „in Australien geht es eh immer nur geradeaus“. Pustekuchen! Wir fuhren entlang der kurvigen Küste und meine Konzentration war doch weitaus mehr gefordert, als ursprünglich erwartet. Nach gut zweieinhalb Stunden Fahrt waren wir also da und es ging zu einer Flussfahrt. Glücklicherweise waren wir zu diesem Zeitpunkt auch die einzigen Gäste und hatten das Boot in unserem Hangover-Modus für uns, also zusammen mit dem Fahrer und Guide. Bei dieser circa einstündigen Fahrt über den Fluss, sahen wir nicht nur die wahnsinnigen Pflanzen und den Aufbau des Regenwaldes, sondern auch das eine oder andere Krokodil, das da in der Sonne so vor sich hin relaxte. Alle anderen Boote waren übrigens voll besetzt – wir konnten ganz lässig zu den Plätzen mit der aktuell besten Sicht wechseln, fotografieren und staunen. Perfekt!

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@ Daintree Rainforest
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@ Daintree Rainforest

Im Anschluss an unsere kleine Rundfahrt ging es wieder in unser Auto und mit der Fähre auf die andere Seite, bis wir so richtig im Regenwald waren. Auf dieser Seite konnten man stundenlang von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt und von Strand zu Bucht fahren, was wir dann auch taten.

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@ Daintree Rainforest

Zunächst machten wir aber eine Art Info-Tour durch einen Teil des Regenwaldes im Daintree Discovery Centre, bei der uns ein Gerät alles Wissenswerte zur jeweiligen Station erzählte. Super interessant, manchmal, teilweise. Vielleicht lag das aber auch an unserem Zustand und der höchst monotonen Stimme der deutschen Erklärerin?! Man weiß es nicht.

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@ Daintree Rainforest
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Bildung @ Daintree Rainforest

Nachdem wir nun alle wissenswerten Informationen über jegliches Blatt in diesem Wald in uns aufgesaugt hatten, ging es weiter zum Beach-Hopping!

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@ Daintree Rainforest
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Elch @ Daintree Rainforest?!

Ein breiter und menschenleerer Strand reihte sich an den anderen und bei einem Zwischenstopp gab es noch Eis von besonders exotischen Früchten.

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@ Daintree Rainforest

Alles in allem ein wirklich toller und unheimlich lustiger Tag, bei dem allerdings eins strengstens verboten war – schwimmen! Das lag ausnahmsweise nicht an meinem Bein oder der noch nicht ganz verschlossenen Wunde, sondern an den Krokodilen, die es hier sogar im Meer gab. Nach all den Eindrücken und einem langen Tag traten wir also bei anbrechender Dunkelheit den Heimweg an, den ich dann doch das eine oder andere Mal durch eine Pause unterbrechen musste. Langsam aber sicher spürte ich dann doch ein wenig den Schlafmangel der vergangenen Nacht. Also, Auto abgeben und ab ins Bett. Immerhin ging es am kommenden Tag zum Riff! 🙂

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Wal auf dem Weg zum Great Barrier Reef…

Am Samstag brauchten wir auch nichts schmieren, sondern lediglich frühstücken und los, denn ein Mittagessen war in unserer Great Barrier Reef Tour mit inbegriffen. Wir machten uns also auf dem Weg zum Hafen in Cairns, wo wir mit weiteren Reisenden das Boot bestiegen. Dort gab es zunächst einen Wisch, der uns über alle möglichen Risiken aufklärte und bei dem wir versichern mussten, als gegenseitige Tauchbuddys aufeinander Acht zu geben. Ob das eine gute Idee war? 😉

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Schnorchelbuddys 😉

Während der circa einstündigen Fahrt in Richtung Riff genossen wir die Aussicht, bis wir beim ersten von zwei Schnorchelspots angekommen waren. Bereits beim Betreten des Bootes wurden uns superschicke Neoprenanzüge und je ein Paar Flossen überreicht, mit denen wir uns nun bereitmachten. Das sollte nun übrigens auch der Härtetest für meine Wunde sein, denn das erste Mal, seit der Lagune in Sri Lanka gut zwei Monate zuvor, ging es für mich wieder schwimmen… Ich hatte zwar ein wasserfestes Pflaster benutzt, bevor ich in den Neo geschlüpft war, aber wie ich später feststellte, war das für die Katz.

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@ Great Barrier Reef
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@ Great Barrier Reef

Mit meiner GoPro in der Hand tauchten wir also ab ins Riff, das sich uns mit bunten, kleinen, großen, hübschen und hässlichen Fischen, sowie der Farbenpracht der Korallen präsentierte. Nach circa einer Stunde wurde es trotz Neo allerdings ein wenig kalt und wir gingen wieder an Bord. Dort gab es nun Mittag, während wir uns zum zweiten Spot vor Kopf einer Sandbank mitten im Great Barrier Reef aufmachten. Hier ging es erneut durch die farbenfrohe Unterwasserwelt und zu einer kurzen Pause auf die wunderschöne Sandbank mit Blick auf das Riff, bevor wir zurück zum Boot schnorchelten und die Heimreise nach Cairns antraten. Ein toller Tag, aber das seht ihr am besten selbst in diesem kleinen Video: Great Barrier Reef

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@ Great Barrier Reef

Am Sonntag ging es für uns mit dem Bus zum Kewarra Beach im gleichnamigen Ort „Kewarra Beach“ – ja das grinsen des Busfahrers unserer blöden Nachfrage wegen war schon schön. Jetzt wo meine Wunde den ersten Tauchgang unbeschadet überstanden hatte, musste ich mich schließlich wieder meinem Motto widmen: „Meer geht immer“. Somit verbrachten wir einen ganz entspannten Sonntag am Strand, der übrigens auch durch Krokodil-Hinweisschilder gekennzeichnet war… Aber wenn da schon andere Leute im Wasser sind, kann das ja nicht so schlimm sein, dachten wir uns. „Dum dum dum dum…“, machten wir uns also mit der Melodie zum Weißen Hai gegenseitig Angst bis wir dann doch beide schnell wieder draußen waren. 😉 In der Sonne ist es ja auch schön!

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@ Kewarra Beach

 

Magnetic Island

Am nächsten Tag ging es erstmals mit dem Greyhound Bus weiter nach Townsville, von wo aus wir direkt die Fähre nach Magnetic Island nahmen. Den Namen hat die Insel übrigens vom britischen Kapitän James Cook, dessen Kompass verrücktspielte, als er hier 1770 vorbeisegelte. Meinetwegen… Auf Magnetic Island hatten wir uns kein Hostel, sondern ein Zimmer über Airbnb gebucht. Unsere Gastgeberin hatte uns schon zuvor erklärt, welchen Bus wir bis wohin nehmen mussten und somit stürmten wir noch mit unseren Backpacks bestückt den Supermarkt um uns für unsere Tage dort einzudecken. Nachdem wir also das Quartier bezogen hatten, ging es für uns mit ein wenig Wein zum Strand, von wo wir einen atemberaubenden Blick auf dem Sternenhimmel genießen durften.

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@ Magnetic Island

Mit wertvollen Tipps und hausgemachten Sandwiches im Gepäck ging es für uns am kommenden Tag auf zur Inselerkundung.

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@ Magnetic Island
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@ Magnetic Island
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@ Magnetic Island

Mit dem Bus fuhren wir zunächst zum Horseshoe Bay. Diese Bucht ist der Ausgangspunkt zu einer kleinen Wanderung zu ein paar Eukalyptusbäumen inmitten von Wohnhäusern, bei denen man gute Chancen hat, Koalas zu entdecken. Et Voilà, da waren die kleinen Penner. Sowas süßes! Nachdem wir einen Touristenbus abwarteten, hatten wir dann tatsächlich auch noch beste Sicht und Fotomöglichkeit auf einen Koala, der nicht nur vor sich hin schlief, sondern zumindest ein paar Mal die Position wechselte. Und dabei konnte ich diese schönen Fotos ergattern. Das nächste Mal klaue ich übrigens einen – definitiv! 😉

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Koala @ Magnetic Island
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Koala @ Magnetic Island
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Koala @ Magnetic Island
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Koala @ Magnetic Island
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Koala @ Magnetic Island
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Koala @ Magnetic Island

Nachdem wir die Koalas genug genervt hatten, ging es weiter zum Bay-Hopping. Auf wunderschönen Wanderwegen konnte man hier von einer Bucht zur nächsten gehen und davon war eine menschenleerer als die andere. Beim Radical Bay legte wir uns dann auch gleich eine Runde in den Sand und ich stürmte das Meer. Nur mit meiner Schwimmbrille bewaffnet konnte ich hier viele kleine bunte Fische direkt am Strand beobachten. Wunderschön!

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Horseshoe Bay @ Magnetic Island
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Radical Bay @ Magnetic Island
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Arthur Bay @ Magnetic Island
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Florence Bay @ Magnetic Island

Als es bereits langsam zu dämmern begann machten wir uns dann in Richtung Heimweg, der uns noch ein ganzes Stück bergauf führte und bei dem wir schon dachten uns verlaufen zu haben. Irgendwann erreichten wir dann aber doch die Busstation und fanden zurück zu unserer Unterkunft.

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Abreise @ Magnetic Island

An Tag drei auf Magnetic Island war schon wieder Abreise angesagt, obwohl wir hier locker noch einen weiteren Tag hätten verbringen können.

 

Airlie Beach

Gegen Mittag nahmen wir also die Fähre zurück aufs Festland und dann den Greyhound Bus nach Airlie Beach. Hier übernachteten wir in einem Vorort von Airlie Beach, denn dort hatten wir über Airbnb ein Zelt im Garten einer Familie gebucht. Das war schon irgendwie cool. 🙂 Die Frau des Hauses war sogar so nett, uns an der Busstation abzuholen. Also machten wir es uns für die erste Nacht gemütlich in unserem „Honeymoon-Zelt“.

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@ Airlie Beach
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@ Airlie Beach

Tags darauf ging es zu Fuß in das fünf Kilometer entfernte Airlie Beach, dessen Weg uns hauptsächlich entlang der Promenade führte und einen herrlichen Ausblick bot. Vor Ort stöberten wir ein wenig durch die Geschäfte und buchten eine Tour zum berühmten Whitehaven Beach. Im Anschluss relaxten wir in der Badelagune der Stadt, bevor wir den Bus zurück zur Unterkunft nahmen.

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@ Airlie Beach
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@ Airlie Beach

Am kommenden morgen wurden wir um 9:00 Uhr abgeholt und bestiegen mit weiteren Touris das Boot in Richtung Whitsunday Islands. Whitsundays, so heißen die 74 Inseln, zu denen unter anderem Hamilton Island, aber eben auch der Whitehaven Beach gehört. Zunächst war es bewölkt und es wurde recht kalt auf unserem Speedboot. Die Kälte war jedoch schnell verflogen, als unzählige Wale unseren Weg kreuzten. Große, kleine, junge, alte und einer schwamm sogar auf uns zu, um dann unter unserem Boot zu verschwinden. Ein irres Gefühl.

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Leider habe ich kein wirklich gutes Walbild hingekriegt…
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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach

Im Anschluss ging es für uns zu einem Schnorchelspot, der ebenfalls zum Great Barrier Reef gehörte und uns wieder viele bunte Fische und Korallen und dieses Mal sogar eine Schildkröte präsentierte, der ich einige Zeit folgte. Nach einer weiteren kurzen Bootsfahrt waren wir nun endlich da… kristallklares Wasser und ein Strand wie Puderzucker – Whitehaven Beach!

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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach

Ein herrliches Fleckchen Erde. Auf die Idee zu diesem Zeitpunkt hierher zu kommen waren allerdings noch ein paar mehr Touristen gekommen. Insgesamt hatten wir auch nur 2 Stunden inklusive Lunch auf Whitehaven – genauso wie alle anderen. Entsprechend gut besucht war das kleine Paradies. Ein gutes Foto ohne 50 andere Urlauber zu bekommen wurde somit zur Herausforderung. Ich glaube hätten wir das vorab gewusst, hätten wir über eine alternative Möglichkeit, diesen Strand zu besuchen, nachgedacht. Schön war es trotzdem!

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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach
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@ Whitehaven Beach

 

Hervey Bay

Noch am selben Abend ging es für uns mit dem Bus weiter nach Hervey Bay. Wir holten also nur schnell unser Gepäck aus dem Airbnb und stiegen dann noch voller Sonnencreme und Sand um 19:00 Uhr in den Nachtbus, der uns am kommenden Morgen um 7:45 Uhr beim Hervey Bay Transit Centre absetzte. Wir hatten uns im Mango Tourist Hostel eingebucht, dass wir mit einem weiteren Bus und einem kurzen Fußmarsch erreichten. Es war mittlerweile kurz nach 8:00 Uhr und im Hostel war weder ein Mensch zu sehen, noch wurde auf die an der Tür geschriebene Telefonnummer reagiert. Wir beschlossen also unsere letzten Energiereserven zu benutzen um den Einkauf zu erledigen, denn unser Schlaf im Bus hatte definitiv nicht ausgereicht.

Nach gut einer weiteren Stunde waren wir also zurück im Hostel und zauberten uns ein Frühstück – immer noch ohne Anwesenheit des Hostelbesitzers. Dieser reagierte dann allerdings nach weitere Wartezeit endlich auf sein Telefon und begrüßte uns. War eigentlich gar nicht nötig, denn wir fühlten uns bereits ganz gut zu Hause und brauchten nur noch ein Bett. 🙂 Nachdem der Herr unsere Buchung nicht finden konnte, fand er allerdings doch noch zwei Betten für uns. Na immerhin! Nachdem wir ja nun Frühstück und Einkauf erledigt hatten, legten wir uns also noch eine Runde ins Bett, bevor wir ein wenig den Strand von Hervey Bay erkundeten.

Ach, was ich ganz vergessen habe… der Name Hervey Bay war bereits eine kleine Herausforderung bei der Anreise, denn man spricht die Stadt „Harvey Bay“, was im Gespräch mit einer älteren Dame im Bus für reichlich Verwirrung sorgte. Und so ganz sicher, ob wir da ankommen würden, wo wir hinwollten, waren wir bis zur Ankunft nicht.

Naja, schlussendlich war Hervey Bay auch nicht wirklich spannend. Das Highlight war, das der Ort Ausgangspunkt zur berühmten Fraser Island Tour war. Diese wollten wir eigentlich wohl auch gerne machen, entschieden uns dann jedoch aufgrund des satten Preises dagegen, die mit einer Länge von 120 Kilometern größte Sandinsel der Welt zu besuchen. Man kann auch nicht immer alles haben, ja, auch das lernt man beim Reisen. 😉

Nun hatten wir aber zwei Nächte in der Einöde gebucht und entschieden uns die Partytauglichkeit auf eine Probe zu stellen. In Australien bekam das aus unserer Jugend bekannte „Vorsaufen“ wieder eine ganz neue Bedeutung, immerhin wollten wir uns die Drinks im Club nicht leisten und somit war es das Ziel bereits möglichst angetrunken loszuziehen. Ja, ziemlich kindisch, aber so alt sind wir ja auch noch nicht. 🙂 Trotz guter Vorarbeit mit unserem geliebten Tetrapack-Wein, war die Party im „Smok’N’Leather“ ziemlich mittelmäßig, oder die Leute waren uns dann einfach viel zu jung. Der Nachteil an Australien ist nämlich, das muss ich jetzt einfach mal so sagen, dass die meisten sogenannten Traveller zwischen 18 und 23 Jahren alt sind und dann doch ein anderes Verhalten an den Tag legen. Das behaupte ich jetzt einfach Mal, ohne mich als besonders „erwachsen“ hervorheben zu wollen…

Trotz des eher mäßigen Abend hatten wir es allerdings gut lange, um genau zu sein bis zur Schließung des Clubs, ausgehalten. Entsprechend haben wir am kommenden Tag ausgeschlafen, wir hatten ja auch eh nichts vor. Noch dazu kam, dass Julia ziemlich erkältet war. Ich machte mich später an die Bearbeitung des Great Barrier Reef-Videos, das ich während unserer Tour in Cairns mit meiner GoPro aufgenommen hatte und dass ihr bereits weiter oben gesehen habt. Unser zweiter Tag in Hervey Bay war auch ein wenig geprägt von diesem Schottischen Vater und seiner Tochter – beide mega seltsam – die für die zweite Nacht in unserem Zimmer schlafen sollten. Die Tochter hatte offensichtlich irgendein Handicap, haben wir zumindest vermutet. Sie hatte auf jeden Fall Mühe anständig zu sprechen, zu essen und hatte dazu am ganzen Körper blutig aufgekratzte Stellen. Ich habe wirklich nichts gegen das Mädchen, aber was hat der Vater sich dabei gedacht mit ihr in einem Hostel zu übernachten? Damit war irgendwie niemandem geholfen. An diesem Nachmittag fragte er uns auch, ob wir sie nicht gegen einen Lohn mitnehmen wollten. Außerdem war er dem Wein noch deutlich mehr zugetragen, als wir und hatte ganz offensichtlich auch gar keine Lust auf diese Reise mit seiner Tochter. Ein ziemlich trauriges Gesamtbild, das wir glaube ich beide bis zum Schluss nicht ganz verstanden haben.

Ich habe übrigens in Hervey Bay kein einziges Foto gemacht… Was war da los?

 

Rainbow Beach

Da ich am 6. August meinen 29. Geburtstag hatte, wollten wir nicht wieder den ganzen Tag im Bus umherreisen und beschlossen einen außerplanmäßigen Zwischenstopp in Rainbow Beach – ja auch hier trägt die Stadt den gleichen Namen wie der Strand. Am frühen Morgen ging es also an meinem Geburtstag zum Regenbogenstrand, den wir gegen 10:00 Uhr erreichten. Im Pippies Beachhouse konnten wir allerdings erst mittags einchecken, also machten wir uns direkt auf den Weg zum Strand, spazierten ein wenig herum und chillten in der Sonne, während wir die vielen 4×4 Fahrzeuge beim über den Strand „crusen“ beobachteten.

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29. Geburtstag @ Rainbow Beach
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@ Rainbow Beach
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@ Rainbow Beach

Später deckten wir uns erneut mit Getränken ein, schließlich wollten wir mein älter werden auch noch ein wenig begießen. Für sagenhafte 9,90 australische Dollar kauften wir 4 Liter Wein!!! 🙂 Hinzu kamen zwei Dosen fertig gemixter Gin Tonic, den wollten wir uns heute gönnen. Zur Feier des Tages lud Julia mich sogar zum Essen ein, ein Luxus, den wir uns aufgrund der Preise nicht oft gönnten.

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@ Rainbow Beach
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Julia @ Rainbow Beach

Nachdem wir also noch ein paar Stunden am Strand verbrachten und in der Sonne das eine oder andere Cider geschlürft hatten, machten wir uns auf zu einem Restaurant, bei dem wir bei einem Pizza & Spare Ribs „All you can eat“ zuschlugen. Tja und dort bekamen wir dann die wohl schlechteste Pizza in ganz Australien, zumindest soweit wir das bewerten können. Da wir allerdings mit unserem „All you can eat“ auch noch viel zu viel bezahlten, aßen wir auch viel zu viel. Übrigens, der Gin Tonic aus der Dose war auch richtig sche***… Naja, wir waren auf jeden Fall – pardon – ziemlich vollgefressen und lagen entsprechend früh im Bett. Geburtstag hin oder her, in diesem Hostel war auch so gar nichts los und außerdem wollten wir am Folgetag auch schon weiter – nach Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland im Nordosten des Landes.

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@ Rainbow Beach

Morgens vorher wollten wir aber noch den Sonnenaufgang am Rainbow Beach genießen. Wir fielen also bereits sehr früh aus dem Bett und machten uns noch vor dem Frühstück auf den Weg zum Strand. Schade nur das es mega bewölkt war und sogar noch anfing zu regnen. Einen Sonnenaufgang konnten wir auf jeden Fall nicht erblicken. Die Motivation früh aufzustehen um das bestimmt schöne Farbenspiel am Strand zu sehen war also für die Katz! 😉

 

Brisbane

Um kurz nach 15.00 Uhr erreichten wir Brisbane, wo wir uns das Breeze Lodge Hostel gebucht hatten, zu dem wir erstmal hinkommen mussten, denn es lag auf der anderen Seite des Flusses. Zu Fuß machten wir uns also mitsamt all unserem Gepäck auf den Weg zur circa einen Kilometer entfernten Bushaltestelle, von wo aus ein Bus bis ziemlich direkt vor unser Hostel fahren sollte. Und hey, das klappte sogar! Wir waren also angekommen und bezogen das 12-Bett-Zimmer. Das Hostel war schön modern und nach einer Dusche ging es für uns los in die Stadt. Mein Handy hatte bereits seit ein paar Tagen irgendwelche Ladestörungen und so liefen wir zu einem Handyladen der laut Google in einer Wohnsiedlung ein paar Kilometer weiter sein sollte. Leider trafen wir vor Ort niemanden an und auch unter der Telefonnummer war kein Mensch zu erreichen. Schade! Weiter ging es zum nächsten Supermarkt, die üblichen Einkäufe erledigen und dann zurück ins Hostel, wo wir uns etwas kochten. Am Abend schnappten wir uns ein wenig unseres Restalkohols und bummelten damit den Fluss entlang, mit der Skyline von Brisbane als Aussichtspunkt. Im Anschluß ging es nach diesem, inklusive Busreise, doch langen Tag ins Bett, denn der kommende Tag sollte ganz uns und der Stadt gehören.

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Breeze Lodge Hostel @ Brisbane
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@ Brisbane

Unser zweiter Tag in Brisbane startete mit einer Fahrt über den Brisbane River. Hier fahren unzählige Fähren, von denen eine umsonst ist, und so schipperten wir gratis durch die Stadt, um uns Orientierung zu verschaffen und erste Eindrücke zu sammeln. An einem der Haltestellen auf der anderen Seite des Flusses stiegen wir aus, spazierten durch den riesigen Park, der mitten in der Stadt lag, statteten dem Parlament einen Besuch ab und liefen weiter zum Brisbane Food Market.

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@ Brisbane
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Den Bachelor gibt’s übrigens auch bei den Aussies…
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@ Brisbane

Hier schlenderten wir eine Weile durch die Stände, bis mich plötzlich eine junge Frau mit Namen ansprach. Ja, die Welt ist sooo klein! Hier am anderen Ende der Welt traf ich Julia Berger, die ursprünglich aus meiner Heimatstadt Schneverdingen kommt und im selben Reitverein war. Nachdem sie mit ihrer Familie vor einigen Jahren umgezogen war, hatte ich Julia ewig nicht mehr gesehen und war umso mehr überrascht sie in dieser Stadt und auf diesem Markt unter all diesen Menschen wieder zu treffen. An dieser Stelle noch einmal viele Grüße und weiterhin viel Erfolg in Australien, liebe Julia!

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Love Street @ Brisbane
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@ Brisbane
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Streetart @ Brisbane

Mit der anderen Julia, meinem Reisebuddy, ging es weiter durch Brisbane… und nun auch endlich zu einem Handyladen, der mir Gott sei Dank nur ein neues Ladekabel vertickte. Das hätte wirklich schlimmer kommen können und mein Problem war, zumindest vorerst, gelöst. Weiter schauten wir uns China Town an und bummelten durch die Ausgehmeile der Stadt, die recht vielversprechend aussah, bis wir uns zurück auf den Weg zum Hafen machten.

Am kommenden Tag ging es für uns erneut am Fluß entlang zum Brisbane Zeichen und später mit dem Bus zum Mount Coot-tha Aussichtspunkt. Von dort hat man einen wahnsinnig schönen Blick über die Stadt und auf den Verlauf des Flusses.

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Brisbane Food Market
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Brisbane Food Market
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Mount Coot-tha Lookout @ Brisbane

Auf dem Rückweg entschieden wir uns nicht den Bus zu nehmen, sondern den ersten Teil der Strecke durch den Wald und zurück zum Botanischen Garten zu laufen, von wo aus es dann mit dem Bus zurück in die Stadt ging. Auch die Brisbane City Hall war eins unserer Ziele an diesem Tag. Für Julia ging es dann noch in die Apotheke, denn ihre Erkältung wollte sich nicht von alleine kleinkriegen lassen. Aus diesem Grund verschoben wir auch weitere Ausgehabende vorerst nach hinten.

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@ Brisbane
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Nach dem Foto ist Julia übrigens gegen das Fahrrad gelaufen 😉
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@ Brisbane
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@ Brisbane

 

Byron Bay

Von Brisbane aus ging es für uns wieder in den Greyhound Bus und weiter nach Byron Bay, einer Küstestadt in Australiens südöstlichem Bundesstaat New South Wales. Wir hatten uns gegen einen Stop an der Gold Coast entschieden und dafür, am Ende unserer Australien-Reise noch für ein paar Tage Melbourne zu besuchen. Als wir Byron Bay und das Aquarius Backpackers erreichten, war es bereits Abend und wir gingen nach dem Abendessen, das in diesem Hostel inklusive war, noch auf den „Swutsch“. Auch hier hatte wir es erneut geschafft, trotz Verbot von eigenem Alkohol im Hostel, unsere heißgeliebtes Tetrapack Wein ins Zimmer zu schmuggeln und nahmen nach ein paar Bechern das Hostel-Shuttle zum empfohlenen Club. Leider war auch dieser wieder voller Kinder, sodass wir den gratis Wilkommensdrink mitnahmen, uns dann aber schnell weiter zur nächsten Lokalität begaben. In der Railway Friendly Bar waren die Leute schon deutlich Älter und wir gönnten uns ein Bier, bevor wir später noch in einen anderen Club weiterzogen.

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@ Byron Bay
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@ Byron Bay

Der nächste Tag gehörte ganz dem Strand von Byron Bay an dem sich unzählige Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern tummelten, nebst Surfkursen und Sonnenanbetern. Dort sahen wir auch eine „Free your nipples“ Demonstration, bei der allerhand junge wie alte Männer und Frauen in Hippie-Kleidung aber oben Ohne über den Strand zogen und für Gleichberechtigung des Nacktseins beider Geschlechter demonstrierten.

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@ Byron Bay
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@ Byron Bay
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@ Byron Bay

Am späten Nachmittag wanderten wir die Landzunge entlang und einige Stufen hinauf zum Leuchtturm, um uns von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Das war sehr schön und wir haben einige schöne Fotos entlang des Aufstiegs machen können.

 

Nimbin

Am Sonntag fuhren wir mit einer Tour nach Nimbin, eine Ortschaft mit rund 450 Einwohnern im Norden von New South Wales.

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@ Byron Bay

Bekannt wurde Nimbin durch das 1973 abgehaltene Aquarius Festival, von dem noch viele Hippie-Besucher heute in dem Ort leben. Eine Stadt, die im Jahre 1973 stehen geblieben scheint und dessen Läden sich vor allem um eben dieses Hippie-Thema samt Marihuana drehen. Auch wird in der Stadt eine Cannabiskultur offen gepflegt, obwohl sowohl der Anbau, also auch der Konsum illegal sind. Das alles schein in Nimbin aber niemanden wirklich zu interessieren und man trifft wirklich interessante Gestalten auf den Straßen. Unser Besuch in Nimbin war nett, aber als Highlight oder „Must-Have“ würde ich es jetzt nicht bezeichnen. Eher ein „nice to have“…

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Streetart @ Nimbin
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@ Nimbin
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@ Nimbin

Als wir am Abend zurück im Hostel in Byron Bay waren, machten wir es uns auf dem Balkon gemütlich und bekamen relativ schnell Gesellschaft. Ein Brite uns zwei Spanier, die an diesem Tag in unser Zimmer eingezogen waren, mauserten sich als ausgezeichnete Trinkkumpanen. Somit verbrachten wir einen eher unerwarteten, aber sehr lustigen Abend auf unserem Balkon, zumindest bis wir von der Hostel-Security zurück ins Zimmer delegiert wurden.

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@ Byron Bay

 

Sydney

Um 10:30 Uhr morgens ging es dann auch schon weiter mit dem Bus nach Sydney. Wie ihr sicher wisst, ist Sydney zwar die größte Stadt Australiens und auch die Hauptstadt von New South Wales, nicht aber die von Australien. Das ist Canberra und da waren wir auch für ungefähr 15 Minuten mitten in der Nacht bei irgendeiner Buspause. War auch gar nicht sooo schön. 😉

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@ Sydney

Nun zu Sydney, wo wir um circa 23:30 Uhr ankamen und nach einer kurzen Bahnfahrt und einem 10 Minuten Fußmarsch das Kings Cross Backpackers erreichten. Dieses Hostel war nämlich auch gar nicht mal so schön… woher die ganzen tollen Bewertungen bei Hostelworld stammten, war uns zumindest ein Rätsel. Unser Vierbettzimmer stank widerlich und nach dazu hatte jemand eines der Klos im Gemeinschaftsbad zugekotzt, so dass sogar Zähne putzen eine geruchstechnische Herausforderung darstellte.

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Im Touri-Modus @ Sydney

Naja, neuer Tag, neuer Versuch. Am nächsten Morgen gingen wir zum circa zehn Minuten entfernten Happy Travels Büro, wo ein gratis Frühstück mit Pancaces, Eiern, Toast und Joghurt auf uns wartete – gar nicht mal so schlecht. 😉

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@ Sydney
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Was der kann, können wir schon lange… @ Sydney
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Denkmalgeschützte Coca-Cola Werbetafel @ Sydney
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Bus-Aussichten @ Sydney

Im Anschluss kauften wir uns ein Ticket für den roten Hopp-on-Hopp-off Bus, der uns auf mehreren Routen durch die Stadt führte. Wir fuhren also erst einmal die gesamte Strecke ab, bevor wir an den für uns interessanten Strecken Halt machten.

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Opera House @ Sydney
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Opera House @ Sydney
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Das sind einfach nur Fliesen @ Opera House

Zum Beispiel an der Sydney Harbour Bridge, dem Opera House und dem Darling Harbour. Am späten Abend spazierten wir auch noch einmal auf die Harbour Bridge um die Skyline und das nächtliche Sydney zu genießen, bevor wir uns eine Kangaroo- und Krokodil-Pizza teilten. Kangoroo schmeckt gar nicht so schlecht, Krokodil hat eigentlich noch weniger Geschmack, als Hähnchen. Aber probieren mussten wir es ja mal… 😉

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Sydney Harbour Bridge
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@ Sydney
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@ Sydney
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@ Sydney

An unserem zweiten Sydney-Tag fuhren wir die andere Route zum berühmten Bondi Beach, der zu den bekanntesten Surfspots in Australien gehört.

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Bondi Beach @ Sydney

Hier genossen wir den Tag, bevor wir zurück in die Stadt fuhren von wo aus wir in unseren letzten Bus in Australien stiegen. Über Nacht ging es nach Melbourne, denn unsere gemeinsame Reise neigte sich langsam aber sicher dem Ende.

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Darling Harbour @ Sydney
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Darling Harbour @ Sydney
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Darling Harbour @ Sydney
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Immer heiter weiter… 😉

 

Melbourne

Um 7:00 Uhr morgens erreichten wir also Melbourne, die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria – ziemlich gerädert. Dieser letzte Nachtbus hatte es irgendwie für uns beide in sich und im United Backpackers angekommen, stellten wir fest, das wir erst am Mittag einchecken konnten. Gott sein Dank verfügte das Hostel aber über einen Gemeinschaftsraum, in dem wir es uns dann einfach solange auf den Sofas bequem machten. Außerdem schmissen wir je eine Maschine Wäsche an, denn man muss nur lernen diese nervigen Wartezeiten halbwegs sinnvoll zu nutzen.

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@ Melbourne
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@ Melbourne
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@ Melbourne

Später, also nachdem wir eingezogen waren und endlich geduscht hatten, erkundeten wir Melbourne mit der Tram, die im Hauptbereich der Stadt umsonst fährt. Das ist doch mal was, wenn die Preise sonst schon für alles so heftig sind. In Melbourne waren wir nun übrigens wirklich im Australischen Winter angekommen. Mit nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt und maximal zehn Grad über Tag mauserten wir uns zu echten Frostbeulen. Trotz der langen Fahrt und der Temperaturen wollten wir es in Melbourne aber noch einmal wissen und versuchten am Donnerstagabend eine geeignete Partylocation in der Nähe unseres Hostels zu finden. Gar nicht so einfach, denn in den ersten paar Clubs war schlicht und ergreifend nichts los. Als wir also erneut weiterzogen liefen wir an einem Laden vorbei, der eigentlich mehr wie ein Restaurant aussah, in dem wir aber schlussendlich eine super lustige 90er Party vorfanden, der wir bis in die sehr frühen Morgenstunden beiwohnten. Was für ein Spaß! Diese Nacht hatte allerdings auch seine Konsequenzen und brachte uns einen Katertag ein. Muss auch mal sein und war Dank des TV-Raums im Hostel mit Netflix auch gar nicht so schlimm… ein bisschen wie ein Tag danach zu Hause. 😉

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@ Melbourne
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@ Melbourne
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Fundstück @ Melbourne
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Victoria Street Market @ Melbourne
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Wusste gar nicht das die in Australien Scooter hören?! 😉

Am letzten Stadttag bummelten wir durch die Geschäfte und ließen Melbourne auf uns wirken. Außerdem besuchten wir den Victoria Street Market, auf dem Julia noch das eine oder andere Souvenir erwarb und ich ein Geburtstagsgeschenk für Kerstin kaufte. Das Wetter war nicht das Beste und am Ende fing es sogar noch an zu regnen, sodass wir uns nur noch einen Teil der verrückten Architektur anschauen konnten.

 

Great Ocean Road

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Regenwald @ Great Ocean Road
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Julia @ Regenwald

Für unseren letzten gemeinsamen Tag in Australien hatten wir eine Tour zur Great Ocean Road gebucht. Auf der 243 Kilometer langen und bekanntesten „Scenic Route“ Australiens bekamen wir am letzten Tag nun also noch einmal den Regenwald zu Gesicht und genossen die beeindruckende Küstenlandschaft.

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Arschkalt @ Great Ocean Road
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@ Great Ocean Road

Durch Küstenerosion entstanden hier viele bekannte Felsenformationen, wie die Twelve Apostles, die eigentlich gar nicht 12 sind, Loch Ard Gorge und die schmale Klippe Razorback, die uns die letzten schönen Fotomotive bescherten, bevor wir zurück nach Melbourne fuhren.

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Twelve Apostles @ Great Ocean Road
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The Razorback @ Great Ocean Road
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Island Archway @ Great Ocean Road
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@ Great Ocean Road
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Loch Ard Gorge @ Great Ocean Road
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Twelve Apostles @ Great Ocean Road
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@ Great Ocean Road
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Letzte gemeinsame Erinnerungen @ Great Ocean Road

Am kommenden Mittag ging es für Julia nach Hause, also mit dem Flieger nach Brisbane und dann zurück in Richtung Deutschland. Für mich sollte es also danach wieder alleine weitergehen auf meiner Weltreise. Ein Umstand an den ich mich erst einmal wieder gewöhnen musste. An dieser Stelle, danke Julia! Du warst ein toller Travelbuddy und ich freue mich bereits auf unseren nächsten gemeinsamen Trip!

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Zeit für Postkarten…

Mein Flug zum nächsten Abendteuer ging erst ein paar Tage später und somit nutzte ich meine Zeit um ein wenig meinen anstehenden Trip durch Chile zu planen, bevor ich am nächsten Vormittag nach Sydney flog. Leider war ich nun diejenige, die sich so richtig einen aufgesackt hatte. In Sydney angekommen checkte ich ins Wake Up! Sydney ein und verbrachten dann meine letzten Stunden auf australischen Boden im Bett! Nach einem ziemlich teuren Apothekenbesuch, bei dem ich mich mit allem eingedeckt hatte, was mich irgendwie auf den Beinen halten konnten, fuhr ich am nächsten Morgen wieder zum Flughafen und trat meine Reise über Auckland in Neuseeland nach Santiago de Chile an – aber dazu ein anderes Mal mehr.

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Über den Wolken von Neuseeland!

 

Meer geht immer!

Anna

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